Der Preis einer Tasse Kaffee wirkt auf den ersten Blick einfach. Doch bis aus einer Kaffeekirsche in Peru ein gerösteter Kaffee in Deutschland wird, sind viele Menschen, Arbeitsschritte und Kosten beteiligt.
Als Importeur möchten wir nicht nur sagen, dass unser Kaffee seinen Preis wert ist. Wir möchten nachvollziehbar erklären, wie dieser Preis zustande kommt, wie wir mit unseren Partnern in Peru verhandeln und warum wir uns für diesen Weg entschieden haben.
Der Weltmarkt ist ein wichtiger Bezugspunkt – aber nicht der einzige
Rohkaffee wird international gehandelt. Einen wichtigen Orientierungswert bildet dabei der sogenannte C-Preis an der New Yorker Rohstoffbörse. Zusätzlich beeinflussen Wechselkurse, Erntemengen, Wetterereignisse, Lagerbestände und die weltweite Nachfrage das Preisniveau.
Dieser Börsenpreis sagt jedoch noch wenig über einen konkreten Kaffee aus. Herkunft, Qualität, Aufbereitung, Bio-Zertifizierung, verfügbare Menge und die Arbeit der Produzenten spielen bei der tatsächlichen Preisbildung ebenfalls eine Rolle.
Unser Kaffee aus Peru ist deshalb kein anonymes Produkt, das wir lediglich zum jeweils günstigsten Marktpreis einkaufen.
Wie wir den Einkaufspreis vereinbaren
Den Preis für unseren Rohkaffee stimmen wir mit unseren Partnern in Peru ab. Dabei berücksichtigen wir insbesondere:
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die aktuelle Marktlage,
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die Qualität des Kaffees,
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die Kosten für Ernte und Aufbereitung,
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die Bio-Zertifizierung und Exportabwicklung,
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die verfügbaren Mengen,
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den Wechselkurs,
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sowie Transport- und Logistikkosten.
Unser Ziel ist eine Vereinbarung, die für beide Seiten wirtschaftlich tragfähig ist. Das bedeutet nicht, dass Preisverhandlungen entfallen. Auch wir müssen marktgerecht einkaufen und unsere Produkte zu Preisen anbieten, die unsere Kunden akzeptieren.
Der Unterschied liegt für uns in der Art der Zusammenarbeit: Wir betrachten nicht nur den aktuellen Preis einer Lieferung, sondern auch die längerfristige Entwicklung. Verlässliche Geschäftsbeziehungen und eine planbare Abnahme sind für uns ebenso wichtig wie die Qualität des Kaffees.
Warum der Kaffeepreis schwankt
Der Einkaufspreis kann sich von Ernte zu Ernte deutlich verändern. Dafür gibt es mehrere Gründe.
Fällt die Ernte in wichtigen Anbauländern kleiner aus, steigt häufig der Weltmarktpreis. Auch Frost, Trockenheit oder ungewöhnlich starke Regenfälle können das Angebot beeinflussen. Da Kaffee überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, spielt außerdem der Wechselkurs eine wichtige Rolle.
Hinzu kommen Kosten, die unabhängig vom eigentlichen Rohkaffeepreis steigen können: Seefracht, Transport in Peru und Europa, Lagerung, Finanzierung, Kontrollen und Zertifizierungen.
Deshalb können wir unseren Verkaufspreis nicht dauerhaft von der Entwicklung des internationalen Kaffeemarktes abkoppeln.
Was zwischen Farm und Verkaufspreis liegt
Der von uns vereinbarte Rohkaffeepreis ist nur ein Bestandteil des späteren Produktpreises. Bis der Kaffee bei unseren Kunden ankommt, entstehen weitere Kosten:
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Aufbereitung und Sortierung in Peru,
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Verpackung und Transport zum Exporthafen,
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Exportabwicklung und Dokumentation,
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Seefracht und Transportversicherung,
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Einfuhr, Kontrollen und Verzollung,
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Lagerung und Finanzierung,
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Bio-Zertifizierung und Rückverfolgbarkeit,
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Röstung und Verpackung,
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Vertrieb, Versand und Kundenservice.
Auch Verluste durch Sortierung, Qualitätskontrollen und die Verarbeitung müssen berücksichtigt werden. Aus einem Kilogramm Rohkaffee entsteht zudem nicht ein Kilogramm Röstkaffee: Beim Rösten verliert der Kaffee einen Teil seines Gewichts.
Der Preis einer Packung Kaffee besteht daher nicht nur aus dem Wert der grünen Bohnen.
Warum wir langfristig zusammenarbeiten
Wir arbeiten mit Produzenten und Partnern zusammen, deren Kaffee und Arbeitsweise wir kennen. Diese Beziehungen sind über Jahre entstanden.
Eine langfristige Zusammenarbeit schafft mehr Planungssicherheit. Gleichzeitig ermöglicht sie es, gemeinsam an Qualität, Aufbereitung und zuverlässigen Abläufen zu arbeiten. Davon profitieren beide Seiten: Die Produzenten kennen unsere Anforderungen, und wir wissen, woher unser Kaffee stammt und wie er verarbeitet wurde.
Wir versprechen dabei nicht, sämtliche wirtschaftlichen oder sozialen Herausforderungen im Kaffeeanbau lösen zu können. Wir können aber transparent machen, von wem wir kaufen, wie wir Entscheidungen treffen und welche Leistungen in unseren Preisen enthalten sind.
Warum wir das so machen
Für uns gehören Qualität, Herkunft und Zusammenarbeit zusammen. Ein möglichst niedriger Einkaufspreis allein wäre deshalb kein sinnvoller Maßstab.
Unser Anspruch ist es, guten Bio-Kaffee aus Peru langfristig anbieten zu können und dabei wirtschaftlich verlässlich zu handeln – gegenüber unseren Partnern, unseren Kunden und unserem eigenen Unternehmen.
Ein nachvollziehbarer Preis ist für uns kein Werbeversprechen. Er ist das Ergebnis vieler konkreter Entscheidungen entlang der Lieferkette.